Hirscharten

Die Vielfältigkeit der Hirscharten, die existieren, ist kaum zu überbieten. Weltweit gibt es rund 50 Hirscharten, jedoch sind sich Forscher bei der genauen Artenvielfalt nicht einig. Die bekanntesten Arten hierzulande sind der HirschartenRothirsch, Damhirsch, Sikahirsch, Rentier, Reh und natürlich der größte aller Hirsche, der Elch. Im deutschen Sprachgebrauch wird zwischen Hirsch und Reh unterschieden obwohl Biologisch gesehen beide zur Familie der Hirsche gehören. Im Englischen ist die Unterscheidung nicht so streng, hier heißt Hirsch „deer“ und das Reh wird
als „roe deer“ bezeichnet.

Wo findet man welche Hirscharten?

Die häufigsten Arten in Europa sind der Rothirsch, der Damhirsch, das Reh, der Sikahirsch und der Elch. Das Rentier ist hingegen eher in Ländern wie Skandinavien ansässig. Das markanteste Merkmal der Hirsche ist wohl das Geweih, welches zumeist nur von den Männlichen Artgenossen gebildet wird. Dieses wird jedes Jahr neu gebildet und wieder abgeworfen.

Hirscharten

Hier ein Bild von einem Elch und seiner Herzdame

Für dieses enorme und schnelle Wachstum des Geweihs ist hauptsächlich die Nahrung verantwortlich. So gibt es bei den Hirschen keine reinen Grasfresser. Die Größe der jeweiligen Arten variiert enorm, so schwankt die Kopf-Rumpf-Länge zwischen
70 und 310 cm, die Schulterhöhe zwischen 30 und 190 cm. Dieser Unterschied der Größe wirkt sich natürlich auch auf das Gewicht aus. Dieses schwankt zwischen 5,5 und 770kg.

Der kleinste noch lebende Hirsch wird Südpudu, der größte Elch bezeichnet. Die meisten aller Hirscharten bevorzugen Wälder und Waldländer. Aber die Hirsche sind auch sehr anpassungsfähig, so bewohnen manche auch Hochlandlagen bis 5100m, oder tropische Klimaten wie die arktische Tundra.

Wie leben diese Hirscharten?

Hirsche sind in der Regel Rudeltiere und leben in Gruppen. Inwiefern sie sesshaft werden oder umherwandern ist abhängig von den äußeren Bedingungen. Rentiere in Waldregionen wandern seltener als solche der Tundra. Beim Wapiti Hirsch gibt es sowohl standorttreue als auch wandernde Tiere. Wanderer sind dabei zwar einer höheren Gefahr ausgesetzt, erschließen aber oft die besseren Weidegründe.

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Ein Rudel von Hirschen angeführt von einem schönen Männchen

Die Reviere werden teils territorial verteidigt, zur Kommunikation mit Artgenossen und zur Markierung der Grenzen der Territorien kommen Sekrete der Drüsen am Kopf sowie an den Füßen und auch Urin zum Einsatz, die Lautverständigung ist meist minimiert.

Paarbildungen entstehen nur während der Paarungszeit (auch Brunft genannt). Bei einigen Arten wie dem Reh tritt diese Revierverteidigung nur während der Fortpflanzungsphase auf. Hirsche sind allgemein Pflanzenfresser und beschäftigen sich die meiste Zeit des Tages mit Nahrungsaufnahme. Die Tiere fressen in sogenannten Phasen, wobei an einem Tag je nach Größe des Tieres und dessen Magen zwischen fünf und elf solche „Fressphasen“ geben kann. Nach jeder Phase, also der Nahrungsaufnahme, beginnt die Ruhezeit in dem der Wiederkäuer die Nahrung verdaut.

Was fressen Hirsche?

Zumeist ernähren sich Hirsche von unterschiedlichen Pflanzenteilen wie Blättern, Rinde, Knospen und Zweigen, aber auch von Früchten und seltener von Gräsern. Eine rein grasfressende Ernährungsweise gibt es bei den Hirschen nicht. Dies ist auch in Bezug auf die Geweihbildung nicht möglich, da Gräser sehr energiearm sind und nur wenige Mineralien aufweisen, die für das Wachstum des Geweihs benötigt werden. Zahlreiche Vertreter nehmen darüber hinaus auch tierische Nahrung zu sich, etwa Krustentiere, Vögel oder Fische.

In temperierten und kalten Klimaten weisen Hirscharten einen jährlichen ablaufenden Zyklus in der Nahrungsaufnahme auf, welcher unterschiedliche Mengen und Zusammensetzung beinhaltet. Dieser Zyklus hängt mit dem Ende der Tragzeit und dem Einsetzten der Milchproduktion für den Nachwuchs zusammen und beginnt im Frühjahr.

Männchen fressen sich zeitgleich einen hohen Fettanteil an, da sie diesen im Herbst während der Brunftphase benötigen bzw. verbrauchen. Im Winter nehmen die Tiere meist eine geringe Menge an Nahrung zu sich. Dies ist auf den Rückgang der Stoffwechselrate zurückzuführen.

Die Paarungszeit/Tragzeit der Hirsche

Die Paarungszeit der Tiere ist von den Klimazonen abhängig. In tropischen Regionen erfolgt die Paarung das ganze Jahr in gemäßigten Regionen findet diese durchwegs im Herbst oder Winter statt. Die Tragzeit der Tiere bewegt

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Nach der Tragzeit wird das Jungtier von seinen Eltern liebevoll aufgezogen

sich üblicherweise sechs bis neun Monate, aber eine Ausnahme ist hier das Reh, da das Austragen des Nachwuchses eine Dauer von zehn Monaten beträgt. Die Wurfgröße liegt in der Regel bei einem Jungtier. Die Aufzucht der Tiere obliegt, wie meist in der Tierwelt, den Weibchen.

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